Bei dem Fund handelt es sich um eine Bierflasche in der sich eine Urkunde über die Pflanzung einer sogenannten „Friedenslinde“ am 29. April 1933 befand. Die Schriftstücke geben einen unmittelbaren Einblick in die politischen Ereignisse und die nationalsozialistische Ideologie, die bereits wenige Monate nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler auch das Leben in Eisenbrechtshofen prägten.
„Der Fund ist ein außergewöhnliches Stück unserer Ortsgeschichte. Sie führt uns die Ereignisse der Zeit um 1933 lebhaft vor Augen. Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern daher die Möglichkeit geben, die Zeitkapsel selbst zu sehen und sich mit dem historischen Dokument auseinanderzusetzen. Dieser Beitrag zur politischen Bildung ist uns ein großes Anliegen“, sagt Bürgermeister Christian Schuster.
Die Zeitkapsel und die erhaltenen Dokumente können zu den regulären Öffnungszeiten im Rathaus Biberbach besichtigt werden. Neben den Fundobjekten sind weitere historische Dokumente und die archivalische Überlieferung zu den damaligen Geschehnissen in Eisenbrechtshofen präsentiert und in ihrem historischen Kontext erläutert.
Gemeindearchivar Dr. Felix Guffler ergänzt: „Die Zeitkapsel sollte ursprünglich die damaligen Ereignisse für spätere Generationen festhalten. Heute ist sie ein wichtiges historisches Zeugnis, das uns zeigt, wie die nationalsozialistische Ideologie auch in unserer Gemeinde sichtbar wurde.“ Mittlerweile sind die schriftlichen Dokumente als Archivalien im Gemeindearchiv erfasst worden und können in den kommenden Jahren zu den üblichen Bedingungen im Gemeindearchiv eingesehen werden.
Dr. Felix Guffler
